Versicherungen: … und was kommt nach der Schulzeit?

Nach der Schule beginnt der „Ernst des Lebens“ – dieser Satz gilt auch für finanzielle Dinge. Egal, ob nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung, ein Studium oder zunächst ein Jahr im Ausland ansteht: Auf junge Menschen kommen nach dem Schulabschluss auch im Hinblick auf Versicherungen oder eine Studienfinanzierung viele praktische Fragestellungen zu.

 

Standardlösungen gibt es dafür ebenso wenig wie für die Lebensplanung insgesamt.

 

Krankenversicherung – bis 25 durch die Eltern abgesichert?

Schulabgänger, die bisher in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV im Unterschied zur PKV) ihrer Eltern mitversichert waren, müssen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nicht mit gravierenden Veränderungen rechnen. Bei einem Auslandsaufenthalt oder bei Studenten greift die Mitversicherung bis zu diesem Zeitpunkt. Wer nach der Schule zunächst jobbt, kann bis zu einem Monatseinkommen von 385 Euro respektive bei Mini-Jobbern bis zu 450 Euro ebenfalls in der gesetzlichen Krankenkasse der Eltern bleiben. Bei Studenten greift die gesetzliche Krankenversicherung über die Eltern auch dann, wenn sie für weniger als zwei Monate oder in den Semesterferien höhere Einkünfte erzielen, andernfalls können sie den kassenübergreifend einheitlichen Studententarif von derzeit 77 Euro in Anspruch nehmen.

Bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr übernimmt die gesetzliche Sozialversicherung Krankheitskosten automatisch.  Eine eigene Krankenversicherung ist dagegen für Azubis nötig – anhand der Beitragsbemessungsgrenzen kommt dafür nur die gesetzliche Pflichtversicherung in Frage. Künftige Studenten, die bisher privat versichert waren, haben zu Beginn des Studiums die Wahl, dabei zu bleiben oder in den gesetzlichen Studententarif zu wechseln. Diese Entscheidung will allerdings gut überlegt sein: Die Entscheidung für die private Krankenversicherung (PKV) ist während des Studiums nicht mehr zu verändern, auch danach ist der Wechsel in eine gesetzliche Krankenkasse nur im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses möglich.

Für ein Auslandsjahr oder einen Studienaufenthalt im Ausland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Europa und einer Reihe weiter zwar die „medizinisch notwendigen Behandlungen“ nach dem jeweiligen Länderstandard, das Prozedere dafür ist jedoch oft aufwändig und schwierig. Zu empfehlen ist daher auch innerhalb der EU eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, für andere Länder ist sie unerlässlich. Für Auslandsaufenthalte von maximal sechs Wochen liegt der Preis dafür meist deutlich unter 20 Euro. Auslandsversicherungen für maximal ein Jahr gibt es ab einem Monatsbeitrag von 35 bis 40 Euro.

 

Weitere wichtige Versicherungen: Private Haftpflicht und Berufsunfähigkeitsversicherung

Unverzichtbar im persönlichen Versicherungs-Portfolio ist eine private Haftpflicht. Auch hier gilt, dass erwachsene Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres oder der ersten Berufsausbildung/des ersten Studiums bei ihren Eltern mitversichert sind. Eine Unfallversicherung und eine Versicherung zur Berufsunfähigkeit müssen dagegen von vornherein individuell abgeschlossen werden. Vor allem bei Berufsunfähigkeitsversicherungen empfehlen Experten einen möglichst frühen Einstieg. Junge Versicherte erhalten hier meist besonders günstige Tarife. Wichtig ist dabei die Vereinbarung einer Nachversicherungsgarantie, die eine spätere Aufstockung der Versicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglicht.

Beim Übergang von der Schulzeit ins Erwachsenenleben werden natürlich auch noch viele andere finanzielle Fragen wichtig: Wie funktionieren Steuersachen? Zahlt der Staat das Kindergeld zunächst ohne Einschränkungen weiter? Wie lassen sich während der Studentenjahre Lebensunterhalt oder etwaige Auslandsaufenthalte finanzieren? Ab wann sind Investitionen in die eigene Altersvorsorge sinnvoll? Antworten darauf lassen sich oft nur mit professioneller Unterstützung finden. Junge Menschen sollten deshalb so früh wie möglich eine wirklich unabhängige Finanzberatung kennenlernen. Nur auf diese Weise erhalten sie einen Versicherungsschutz, der ihrem Anforderungsprofil ohne Einschränkungen entspricht sowie objektive Ratschläge zu vielen anderen finanziellen Themen. Negativ-Erlebnisse in dieser Hinsicht, die vielleicht ihr gesamtes weiteres Leben prägen, vermeiden sie am besten durch eine wirklich unabhängige Honorarberatung, die nicht auf die Provisionsinteressen des Beraters ausgerichtet ist.

André Jonas

Ihr Finanzberater für eine 100 % unabhängige und neutrale Finanzberatung gegen Honorar und frei von Provisionen oder sonstigen Zuwendungen Dritter. Mit meinen zwei Standorten Köln und Leipzig betreue ich kleine und große Mandate von Ärzten, Freiberuflern, Selbständigen und führenden Angestellten. Dabei habe ich mich Spezialisiert auf die vier Bereiche: Vertragsprüfung, Geldanlage, Altersvorsorge und Risikovorsorge. In der Vertragsprüfung geht es in erster Linie darum bestehende Verträge auf Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und zu durchleuchten. Für den Bereich der Geldanlage und Altersvorsorge nutze ich vor allem Depotlösungen mit Hilfe von ETF ́s und Anlageklassenfonds , Kapitalanlageimmobilien (Denkmalimmobilien, Bestandsimmobilien, Neubau) und steueroptimierte Fondspolicen (Nettopolicen). In der Risikovorsorge berate ich zu Berufsunfähigkeitsabsicherung, Risikolebensabsicherung und Pflegeabsicherung. Ich stehe für eine dauerhafte Betreuung, nachhaltigen und soliden Vermögensaufbau und eine faire Beratung. Seit mehr als 12 Jahren arbeite ich in der Finanzberatung in einem Netzwerk von Honorarberatern, Anlageberatern, Steuerberatern und Rechtsanwälten.
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