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Sparpläne machen: Private Altersvorsorge mit Fonds

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Private Altersvorsorge mit Fonds liegt im Trend. Immer mehr Deutsche entscheiden sich, in dieser Form für ihren Ruhestand vorzusorgen, so dass die Fondsbranche ein Rekordjahr erlebt. Doch der Chef des Fondsverbands BVI fordert die Bundesregierung auf, bei der Riesterrente nachzubessern. Wie sieht zukunftsfeste Altersvorsorge aus?

 

Fonds: Sichere private Altersvorsorge?

Die Fondsbranche freut der Trend zur privaten Altersvorsorge über Fonds. So beziffert der Fondsverband BVI den 2013 in Fonds angelegten Betrag auf 2,11 Billionen Euro. Institutionelle Großanleger, Lebensversicherungen und Pensionskassen legten 76,7 Milliarden in Spezialfonds an. Größter Kunde: Die Versicherungsgesellschaften mit Mittelzuflüssen von 36 Milliarden Euro netto, die bei einem Drittel ihrer Kapitalanlagen auf Fonds setzen.

Holger Naumann, BVI-Präsident und in der Geschäftsführung der Deutschen Asset und Wealth Management, rechnet mit weiterem Wachstum, gestützt auf verstärkte Zuflüsse aus der privaten Altersvorsorge. Doch was macht Fonds als langfristige Geldanlage für die private Altersvorsorge so attraktiv? Fonds unterstehen strenger Regulierung und Kontrolle: Ist eine Fondgesellschaft insolvent, gelten die Vermögenswerte der Kunden als Sondervermögen, fallen also nicht in die Insolvenzmasse. Der Trend geht zu renditestarken Produkten leicht erhöhten Risikos. Je länger der Anlagezeitraum, desto wahrscheinlicher höhere Renditen. So bringen zwanzigjährige Aktienfonds-Sparpläne seit 1993 Jahresrenditen zwischen 1 und 13 Prozent, bei dreißig Jahren Laufzeit sogar 4 bis 11 Prozent.

 

Private Altersvorsorge mit Mischfonds

Allerdings belegen aktuelle Fondsstatistiken die Skepsis, in Aktien anzulegen. Die wichtigsten institutionellen Anleger, Versicherer und Privatleute ziehen Fonds mit Anleihenschwerpunkt (Rentenfonds) vor – nur einige wechseln wegen niedriger Renditen bei Staatsanleihen zu Unternehmens- und Dollaranleihen. Publikumsfonds spiegeln die Zurückhaltung der Privatanleger mit neu angelegten 18,7 Milliarden Euro in 2013 – verglichen mit fast 25 Milliarden in 2012. Allerdings überflügelten die durch Privatanleger favorisierten Mischfonds die Rentenfonds (9 Milliarden). Reine Aktienfonds scheinen aus der Mode – und verzeichneten zum Jahresende 6,6 Milliarden Euro weniger als noch ein Jahr davor.

Verantwortlich laut BVI: Der börsennotierte Indexfonds (ETF) der Deutschen Bank, wo institutionelle Anleger 5,6 Milliarden Euro abgezogen hatten. Also Mischfonds? Aus Aktien und Anleihen in unterschiedlichem Verhältnis zusammengesetzt, halten sich laut BVI beide Anlagetypen in der Praxis die Waage. Verbandspräsident Holger Naumann ist überzeugt, dass sich der Trend, in vergleichsweise sichere Mischfonds zu investieren, fortsetzt. Trotzdem behielten Anleger den Aktienmarkt im Auge, aber interessierten sich auch für höher verzinste Anleihen und Immobilien. Offene Immobilienfonds, vor gar nicht langer Zeit reihenweise geschlossen, bleiben ein Sorgenkind – und schwächelten im zweiten Halbjahr 2013 angesichts der gesetzlich eingeschränkten Möglichkeiten, Anteile an Fonds zurückzugeben. Flossen vor der Gesetzesnovelle vom Juli 2013 noch 3,2 Milliarden Euro in Immobilienfonds, waren es seither lediglich 200 Millionen. Dennoch rechnen manche Experten für 2014 wieder mit Zuflüssen, da die strengere Regulierung institutionelle wie private Anleger ermutige.

 

BVI: Private Altersvorsorge stärken

BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter kritisiert die Bundesregierung: Es fehlten Konzepte, um die private Altersvorsorge zu stärken. Der BVI fordert, betriebliche und private Altersvorsorge stärker zu fördern. Nachvollziehbar, denn Betriebsrenten decken bisher nur sechs Prozent der Ruhestandseinkommen, während drei Viertel auf die gesetzliche Rente entfallen. 40 Prozent der Beschäftigten hat gar keinen Anspruch auf Betriebsrente. Richter schlägt vor, jeden Mitarbeiter – wie in den USA oder den Niederlanden – automatisch einzubinden, falls er nicht ausdrücklich widerspricht. Außerdem stagniere die Riesterförderung auf dem Niveau von 2001. Die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung wurde erhöht, doch Riester nicht angepasst.

Der BVI verlangt auch, Riesterförderung auf Selbständige auszudehnen: Staatliche Anreize sollten besonders Kleinunternehmern unter die Arme greifen, die private Altersvorsorge allein kaum stemmen könnten. Und wer Riester weiter auf die Grundsicherung anrechne, verschenke Anreize für Geringverdiener, in private Altersvorsorge zu investieren.

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Ihr Finanzberater für eine 100 % unabhängige und neutrale Finanzberatung gegen Honorar und frei von Provisionen oder sonstigen Zuwendungen Dritter. Mit meinen zwei Standorten Köln und Leipzig betreue ich kleine und große Mandate von Ärzten, Freiberuflern, Selbständigen und führenden Angestellten. Dabei habe ich mich Spezialisiert auf die vier Bereiche: Vertragsprüfung, Geldanlage, Altersvorsorge und Risikovorsorge. In der Vertragsprüfung geht es in erster Linie darum bestehende Verträge auf Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und zu durchleuchten. Für den Bereich der Geldanlage und Altersvorsorge nutze ich vor allem Depotlösungen mit Hilfe von ETF ́s und Anlageklassenfonds , Kapitalanlageimmobilien (Denkmalimmobilien, Bestandsimmobilien, Neubau) und steueroptimierte Fondspolicen (Nettopolicen). In der Risikovorsorge berate ich zu Berufsunfähigkeitsabsicherung, Risikolebensabsicherung und Pflegeabsicherung. Ich stehe für eine dauerhafte Betreuung, nachhaltigen und soliden Vermögensaufbau und eine faire Beratung. Seit mehr als 12 Jahren arbeite ich in der Finanzberatung in einem Netzwerk von Honorarberatern, Anlageberatern, Steuerberatern und Rechtsanwälten.