Intransparent und teuer: Was machen mit Lebensversicherungen?

Intransparent und teuer: Was machen mit Lebensversicherungen?

An einer privaten Altersvorsorge führt kein Weg vorbei. Gerade aus diesem Grund haben sich viele Menschen für die Vorsorge mit Lebensversicherungen entschieden. Argumente waren dabei unteranderem die ausgesprochene Garantie des Versicherers sowie die Steuerfreiheit bei Auszahlung. Heute sind diese Argumente kaum noch haltbar.

Der Grund ist einfach: Das Steuerprivilegien der einst so beliebten Lebensversicherung sind weg gefallen und die Garantieverzinsung reduziert sich schon seit Jahren auf heute gerade mal 1,75 %. Aufgrund der aktuell anhaltenden Niedrigzinsphase könnte die Verzinsung weiter auf 1,25 % sinken.

 

Zwei Produkte in einem Vertrag

So haben viele Lebensversicherungen ihre Kunden in den letzten Jahren überzeugt. Absicherung der Hinterbliebenen und gleichzeitiges Ansparen für die Rente. Doch gerade diese Modelle werden von vielen Verbraucherschützern kritisiert. Nicht zuletzt, weil Sie intransparent, unflexibel und teuer sind.

Die Lösung ist: Trennung von Absicherung auf der einen Seite und Sparen auf der Anderen Seite. Doch auch hier lohnt ein genauer Blick in die Police. Denn gerade Altverträge haben oft noch eine hohe Garantieverzinsung und genau dies ist gerade in der aktuellen und schon lange anhaltenden Tiefzinsphase ein durchaus großer Pluspunkt.

 

Klassische Lebensversicherung oder Fondspolice

Klassische Lebensversicherungen investieren das eingesammelte Geld zu ca. 80 % in festverzinsliche Wertpapiere, Bundesanleihen, also in reine Geldwerte. Fondspolicen hingegen investieren in Unternehmenswerte, also Sachwerte. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase geraten immer mehr Versicherer an Ihre Grenzen, den Sie müssen für Altverträge bis zu 4 % an den Versicherten auszahlen obwohl Sie gerade mal im Schnitt 1,6 % für 10 jährige Bundesanleihen erhalten. So legen Versicherer jedes Jahr viel Geld dazu. Wie lange dies noch tragbar ist, kann niemand genau sagen.

Aber auch die sogenannten Fondspolicen bringen ernüchternde Ergebnisse. Denn gerade hier sind oft die recht hohen Anfangs- sowie Laufenden Kosten der größte Renditekiller. Hier lohnt es ich genau ins Kleingedruckte zu schauen und kritisch alle anfallen Kosten zu hinterfragen.

 

Was machen mit bestehenden Verträgen?

Nicht voreilig kündigen. Gerade Altverträge mit recht kurzen Restlaufzeiten können durchaus attraktiv sein. Wer voreilig einen solchen Vertrag kündigt, muss mit satten Abschlägen rechnen und verliert zudem oft Überschussbeteiligungen die erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden.

Neue Fondspolicen sollten Sie sich jedoch genau ansehen. Sind die Verträge noch keine 5 Jahre alt lohn es sich oft, den Vertrag schnellstens beitragsfrei zu stellen. So können sie sich eventuell hohe weitere Abschlusskosten ersparen. Dies verschafft ihnen Zeit um in Ruhe den Vertrag von einem unabhängigen Experten prüfen zu lassen. Beitragsfreistellen kann eine Lösung sein, die aber ganz auf die individuelle Situation ankommt. Beinhaltet die Lebensversicherungen jedoch noch Zusatzkombinationen wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder einen Todesfallschutz für die Hinterbliebene kann eine Freistellung den Versicherungsschutz nachteilig gefährden.

 

Trennung von Absicherung und Sparen

Eine Trennung von Absicherung  und Sparen hat keine Nachteile sondern nur Vorteile. Sie bewahren sich so die Flexibilität im Fall eines finanziellen Engpasses nicht gleich den wichtigen Schutz für eine Absicherung auf Eis zu legen. Zudem sind die Produktlösungen oft viel günstiger bei gleichzeitig höherer Flexibilität. Wollen Sie z.B. ihren Berufsunfähigkeitsschutz anpassen auf Grund einer Gehaltserhöhung oder durch den Kauf und die Finanzierung einer Immobilie erhöhen Sie durch die Nachversicherungsgarantie die Berufsunfähigkeitsversicherung ohne den Sparvorgang gleichzeitig mit erhöhen zu müssen.

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André Jonas

Ihr Finanzberater für eine 100 % unabhängige und neutrale Finanzberatung gegen Honorar und frei von Provisionen oder sonstigen Zuwendungen Dritter. Mit meinen zwei Standorten Köln und Leipzig betreue ich kleine und große Mandate von Ärzten, Freiberuflern, Selbständigen und führenden Angestellten. Dabei habe ich mich Spezialisiert auf die vier Bereiche: Vertragsprüfung, Geldanlage, Altersvorsorge und Risikovorsorge. In der Vertragsprüfung geht es in erster Linie darum bestehende Verträge auf Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und zu durchleuchten. Für den Bereich der Geldanlage und Altersvorsorge nutze ich vor allem Depotlösungen mit Hilfe von ETF ́s und Anlageklassenfonds , Kapitalanlageimmobilien (Denkmalimmobilien, Bestandsimmobilien, Neubau) und steueroptimierte Fondspolicen (Nettopolicen). In der Risikovorsorge berate ich zu Berufsunfähigkeitsabsicherung, Risikolebensabsicherung und Pflegeabsicherung. Ich stehe für eine dauerhafte Betreuung, nachhaltigen und soliden Vermögensaufbau und eine faire Beratung. Seit mehr als 12 Jahren arbeite ich in der Finanzberatung in einem Netzwerk von Honorarberatern, Anlageberatern, Steuerberatern und Rechtsanwälten.
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